Dem Ammann Verlag in Zürich gebührt großer Dank: Er hat zwei Bücher von Abraham Sutzkefer in schöner Ausstattung herausgebracht, den Bericht WILNER GETTO 1941 – 1944 und den Gedichtband GESÄNGE VOM MEER DES TODES.
In WILNER GETTO kann ich jeden Tag nur ein paar Seiten lesen. Sutzkefer schildert voll Zorn, Trauer, Hoffnung und Stolz die Ereignisse im Getto von Vilnius, das Wüten der Deutschen und ihrer Helfershelfer.
Das Buch gehört in die Hände aller bekannten und unbekannten Holocaust-Leugner wie z. B. Bischof Williamson.
Sutzkefer, 1913 geboren, gelang 1943 die Flucht mit seiner Frau aus dem Getto in die umliegenden Wälder. Seine Mutter und sein erstgeborener Sohn wurden ermordet. Er schloss sich einer Partisanengruppe an. Seine Aufzeichnungen über die Gräueltaten der Deutschen und über das Leben im Getto erschienen 1946 erstmals in Moskau und Paris. Er sagte als Zeuge bei den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen aus.
Dann die Gedichte! GESÄNGE VOM MEER DES TODES
Sie sind eine poetische Zeugenaussage in der jahrhundertealten jiddischen Alltagssprache. Im Klappentext heißt es: Es ist eine Sprache der Weisheit und Innigkeit, das Idiom einer geängstigten und hoffnungsvollen Menschlichkeit – reich an Erinnerungen, die über Generationen hinweg bewahrt werden.
Ich lasse mich jeden Tag neu von einem dieser Gedichte ergreifen und kann dem Verlag nur zustimmen: Sutzkefers poetisches Werk zählt zu den großartigsten Dichtungen – ein Dante des 20. Jahrhunderts.
WIKIPEDIA: Abraham Sutzkefer