Gerecht? – nein!
Verantwortbar? – nein!
Siehe auch den Artikel zum Thema Kinderarbeit!
Gerecht? – nein!
Verantwortbar? – nein!
Siehe auch den Artikel zum Thema Kinderarbeit!
Innerhalb weniger Stunden hat das kluge Hundemädchen auf den neuen Namen gehört. Ich habe ihn ihr gegeben in Erinnerung an die wunderbare Dogge Ricky, die zusammen mit der ebenso bewundernswerten Schäferhündin Anka in meiner Kindheit das Holzlager meines Onkels bewachte. Die beiden waren meine Beschützerinnen. Kein Fremder durfte es wagen, mir zu nahe zu kommen.

Ricky

Bridget
Ich habe sie jetzt seit sechs Stunden. Sie ist eine zierliche Schäferhündin, kniehoch, etwa neun Monate alt, anhänglich, lebhaft, neugierig, sehr aufmerksam und vor allem unglaublich hübsch. Meine Tierärztin hat sie an mich vermittelt.
Wie ihr sehen könnt, fehlt ihr der rechte Vorderlauf. Der Beginn ihres Lebens ist eine Leidensgeschichte. Im Alter von etwa sechs Wochen wurde sie in Moskau ausgesetzt. Eine alte Dame fand sie, brachte sie in die Tierklinik und bat darum, den Winzling einzuschläfern, weil der rechte Vorderlauf nur noch an einigen Hautfetzen hing. Eine Tierärztin erbarmte sich ihrer und amputierte das Bein in einer langen Operation. Der Verein SOS-WEISSE-SCHÄFERHUNDE E.V. (http://www.sos-weisse-schaeferhunde.eu) nahm sie in Pflege und päppelte sie auf. Ja, und über die Kontakte meiner Tierärztin kam die weit gereiste junge Dame nun zu mir.
Ich dachte, sie hätte vielleicht Probleme, die Treppen hinauf und hinunter zu gehen oder in den Kofferraum zu springen, aber – keine Spur. Wenn sie läuft, bemerkt man ihre Behinderung nicht, beim langsamen Gehen schon, aber es stört mich überhaupt nicht
Was mich jedoch ein wenig stört, ist der Name Bridget. Ich möchte sie gerne umtaufen. Könnt ihr mir nicht ein paar Vorschläge machen?
Während ich dies schreibe, liegt sie auf meinen Füßen. Und das Herrchen ist glücklich, wieder einen Hund zu haben, natürlich den schönsten der Welt!

Später Sommer
Ich schau ins ernste Sommergrün.
Kein Blühen mehr. Die Früchte reifen,
und noch gibt sich die Sonne kühn
und wärmt den Tag und lässt ihn schweifen.
Doch abends dringt früher das Grau herein,
weicht morgens nur zögernd der Helle.
Die Stille sinkt leise in den Hain,
tritt sanftmütig über die Schwelle.
Sie klopft ans Fenster an fahlen Tagen:
Du Mensch, gib gut acht! Die Zeit verrinnt!
Hüte dein Herz! Doch sollst nicht verzagen,
denn noch ist das Leben dir wohlgesinnt:
Wir ernten die Früchte, wir trinken den Wein,
wir lachen und tanzen, wir leiden und lieben.
Noch gibt uns die Sonne ihren Schein,
doch Sternenstaub sind wir – wer wird ihn sieben?
Copyright © 2008 by Charly9542
via Bilder von der Arktis-Expedition, Teil 2 – Greenpeace, Artikel zum Thema Meere.